Dienstag, 27. November 2007

SHOTOKAN EUROPA MEISTERSCHAFT IN Porto 24-25.11.2007

Mohammed Abu Wahib, Manuel Pistner und Michael Haas Shotokan Europa Meister 2007 in Kata Team

Mohammed Abu Wahib Europa Vize- Meister 2007 im Kata Einzel

Hessen zeigt Flagge für Deutschland

Champagner in Porto / Portugal

Das der hessischer Fachverband für Karate sich im Bundesvergleich wahrlich nicht verstecken muss, sondern voller Stolz auf seine süddeutschen Repräsentanten blicken kann, zeigten in sehr beeindruckenden Kämpfen am 24./25.11.2007 in Porto/Portugal bei den Shotokan Karate Europameisterschaft.
Deutschland, Italien, Polen sowie der Gastgeber Portugal traten dort im Vorfeld in der klaren Favoritenrolle an. Die Stärke der Bundesdeutschen Mannschaft war aber auch für den Bundestrainer Efthimios Karamitsos derart gewaltig, dass er hernach in sehr bewegenden Worten den bundesdeutschen Teilnehmern dankte und davon sprach, dass nach Jahren des Wartens und nur halben Erfolgen nun endlich sein Traum in Erfüllung gegangen ist.

Da war zunächst einmal Franziska Krieg aus Erfurt, gleich am 1. Kampftag überzeugend den 1. Platz in Kata Einzel Junioren belegte. Diesen Erfolg setzte hernach der aus Bad-König stammende Mohammed Wahib fort. Dieser verwies seine Kontrahenten aus Spanien, England und auch Irland schon in der Vorrunde mit jeweils 4:0 in ihre Schranken. Damit empfahl sich Mohammed Wahib zusammen mit seinem Teamkollegen Manuel Pistner in die Vorrunde, „The Best Eight“. Mit dabei waren die Katameister aus Italien, Portugal, Österreich, England, Spanien und Belgien. Der Darmstädter Manuel Pistner kam in der Punktsystemwertung auf Platz 5 und schied hier leider im Einzel aus. Mohammed Wahib allerdings erkämpfte sich unter den besten vier gegen Italien, Österreich und Portugal klar die höchste Punktzahl und zog hierdurch in das Finale gegen den Zweitplazierten aus Italien ein.

In atemberaubender Stille zeigte der Odenwälder Mohammed Wahib hier Feinstes vom Feinsten. Er präsentierte seine Lieblingskata Unsu. Diese Präsentation gelang ihm derart überzeugend, dass die Halle von seinem Sieg überzeugt schien. Die Herzen schlugen für Mohammed. Das der Italiener dann doch durch das Punktgericht ganze 0,1(!) Punkte mehr erhielt, soll nach vielfältigen Stimmen, auch aus dem Schiedsgericht, andere Gründe gehabt haben. Nun, dem Italiener sei dies nicht angekreidet und von dieser Stelle unser herzlichsten Glückwunsch ausgesprochen. Mohammed Wahib jedenfalls überzeugte an dieser Stelle beeindruckend und zeigte sich ungebrochen kampfstark, auch wenn ihm dieses mal „nur“ der 2. Platz zugedacht wurde. Doch mit seiner Leistung belegte er seinen Anspruch den zukünftigen Bundesdeutschen Karatesport ganz entscheidend mitgestalten zu wollen. Ganz sicher wird dieser Athlet für weitere Überraschungen sorgen und damit helfen, diese Sportart immer mehr in das Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit zu hieven.

Bundesdeutsche Erfolgsstorry Teil 2, am zweiten Tag: Acht europäische Teams in der Vorrunde. Auch hier klare Favoritenstellung der Bundesdeutschen Mannschaft, die noch im September bei der Shotokan Weltmeisterschaft in Polen den Sieg in Kata-Mannschaft nach Hause trugen. Den Erwartungen wurde die deutsche Mannschaft mehr als Gerecht und kam mit Italien, Polen und Portugal unter der besten Vier! Am Abend dann das Finale. Klarer Sieg mit 0,6 Punkten Vorsprung für unsere Männer, dem Frankfurter Michael Haas, dem Darmstädter Manuel Pistner und dem Bad Königer Mohammed Wahib. Deutschland Platz 1 mit einer gelungenen Kata Unsu. Es folgen Polen auf Platz 2, Italien Platz 3 und Gastgeber Portugal auf Platz 4. Efthimios Karamitsos kann mit der Leistung seiner Mannschaft wahrhaft rundherum zufrieden sein. Karate wie es sein soll. Und dazu noch zwei Plätze 1 und einmal ein Platz 2 der in Richtung 1 zeigte. Rundherum einen dicken Glückwunsch. Hessische Karatekas überzeugen in Europa!

Georg Huka, Pressesprecher Unsu Karate Bad König